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"Hallo, Erdling!"

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Brief an die Mutter

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GingGingGing... Illustration von Klaus Plage, Koeln

Das Bilderbuch zum Vorlesen:
GingGingGing...

 

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Unser Brief an die Mutter

Jedesmal wenn Sie sprechen, hört das Kind in Ihrem Bauch eine wunderbare Musik. Denn das ist Sprache, wenn man den Text nicht versteht: Klang, Rhythmus und Melodie.

Ihr Kind beginnt schon sehr früh mit dem Lauschen. In der 15. Schwangerschaftswoche vernimmt es bereits die Körpergeräusche und spätestens ab der 25. Schwangerschaftswoche erkennt es die Mutterstimme und kann sie fortan von allen anderen Stimmen (und Sprachen) unterscheiden.

Sprechen Sie oft mit dem Kind! Lesen Sie ihm Geschichten vor, singen Sie ihm vor oder hören Sie mit ihm gemeinsam Musik. Wir haben zu diesem Zweck eine Willkommens-CD produziert und dabei all das berücksichtigt, was die Wissenschaft heute dazu weiß.

Mit dem kleinen Körper wächst auch das Gehirn und mit dem Gehirn organisiert sich das Selbst-Bewußtsein. Wußten Sie schon, daß Neugeborene weitaus mehr Neuronen (Gehirnzellen) haben, als sie eigentlich brauchen? Millionen dieser Zellen warten während der drei kommenden Jahre sozusagen in Bereitschaf darauf, ob sie gebraucht werden. Und sie werden gebraucht, wenn das Kind hört, riecht, schmeckt, fühlt, sieht - kurz, jedesmal wenn seine Sinnesorgane aktiv sind. Die jeweils zuständigen Neuronen feuern dann winzige Stromstöße und diese Stromstöße bewirken eine Vernetzung mit anderen Neuronen. Das Netzwerk Gehirn wird dichter und leistungsfähiger. Wiederholungen verstärken bestehende Netzwerke.

Langzeitstudien in den USA, in Kanada und in anderen Ländern haben gezeigt, daß Kinder, mit denen schon von Beginn ihres Lebens an viel gesprochen wird, die Musik hören, denen vorgelesen wird vom ersten Tag an, - Kinder also, die besonders viel aufmerksame Zuwendung erhalten, später erheblich besser lernen können und auch sozial deutlich besser zurecht kommen.

Was können wir unseren Neuankömmlingen wertvolleres schenken, als die Hilfe zum Zurechtkommen?